Viele Hobbyköche glauben fest daran, dass roher Knoblauch in selbstgemachten Dips oder Dressings zwangsläufig alles übertönt und eine unangenehme, brennende Schärfe hinterlässt. Doch diese Annahme ist ein weit verbreiteter Irrtum in der Alltagsküche.

Das Geheimnis der Spitzenköche gegen die Imbiss-Schärfe

Wer kennt es nicht? Man bereitet eine frische Aioli zu, doch der Geschmack erinnert eher an die aggressive Knoblauchsauce aus der Imbissbude um die Ecke. Die Übeltäter sind Schwefelverbindungen, insbesondere das Allicin, das freigesetzt wird, sobald rohe Knoblauchzehen zerkleinert werden. Um dieses Problem zu lösen, bedienen sich Profiköche eines genial einfachen Tricks.

Das heiße Milchbad: So werden Knoblauchzehen mild

Der Schlüssel zur perfekten, herzhaften Knoblauchnote ohne das lästige Zungenbrennen ist ein kurzes, heißes Milchbad. Gehen Sie dafür wie folgt vor:

  • Schälen Sie die Knoblauchzehen und geben Sie diese in einen kleinen Topf.
  • Bedecken Sie die Zehen vollständig mit Milch und bringen Sie sie langsam zum Kochen.
  • Lassen Sie den Knoblauch für 2 bis 3 Minuten in der heißen Milch sanft köcheln.
  • Gießen Sie die Milch ab und verarbeiten Sie die Zehen nach Rezept weiter.

Die Wissenschaft dahinter: Die Hitze zerstört die Enzyme, die für die Bildung der aggressiven Schwefelverbindungen verantwortlich sind. Gleichzeitig binden die natürlichen Fette und Proteine der Milch die verbliebenen strengen Aromen. Übrig bleibt der pure, authentische und milde Knoblauchgeschmack, der Ihre Gerichte veredelt, ohne sie zu dominieren.

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